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Vitamin B12


Die Tatsache, dass eine Ernährung frei von Tierprodukten, insbesondere Fleisch, gesund ist, wurde bereits in einem anderen Post thematisiert (hier). Vielen Vegetariern und Veganern wird aber trotzdem die Einnahme von Vitamin B12 wärmstens empfohlen. Was auf den ersten Blick etwas widersprüchlich erscheint, ist unter genauerer Betrachtung durchaus sinnvoll.

Für was ist Vitamin B12?
B12, fachsprachlich auch «Cobalamine» genannt, ist wichtig für die Zellteilung, die Bildung von Blut in unseren Gefässen sowie auch essentiell für das Nervensystem [1]. Das Vitamin wird ausschliesslich von Mikroorganismen gebildet und ist deshalb unter anderem auch in Fleisch, Milch und Fisch zu finden [2]. Sollte man über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend von diesem Vitamin zu sich nehmen, so können Symptome auftreten wie Blutarmut, Müdigkeit, Blässe und viele andere Unannehmlichkeiten [2]. Einige der Schäden sind sogar irreversibel, sprich nicht mehr rückgängig zu machen [2].

Dann braucht man Fleisch zu essen, oder wie jetzt?
Natürlich nicht, obwohl viele Fleischkonsumenten gerne auf dieser Lüge rumreiten. 1948, also etwa vor 70 Jahren, gelang einem Biochemiker Karl A. Folkers erstmals die Erkennung des Vitamins B12 [2]. Bis dahin hatte man also dem Vitamin keine grosse Bedeutung zu schreiben können, weil man den Stoff auch gar nicht kannte. Vegetarier gibt es aber natürlich schon viel länger.

Heute weiss man, dass die meisten von B12-Mangel betroffene Menschen Fleischesser sind [3]. Der Grund liegt darin, dass Fleisch zwar Vitamin B12 enthält aber die Übersäuerung des Magens durch den Fleischkonsum die Aufnahme von B12 erschwert oder gar verunmöglicht [3].

Man weiss auch, dass die Tiere nicht auf magische Art das Vitamin produzieren. Teilweise stammt das tierische B12 von den Bakterien im Verdauungskanal der Tiere [3]. Andererseits wird das Vitamin den Tieren auch ins Futter gemischt [4]. Auch Bakterien in unserer menschlichen Verdauung produzieren Vitamin B12 [5]. Pflanzen können ebenfalls Vitamin B12 enthalten. Dieses nehmen die Pfalzen von Bodenbakterien auf [3].

Viele Vegetarier oder Veganer leiden trotzdem oft unter einem Vitamin-B12-Mangel. Das Problem liegt an einer falschen Ernährung, welche im Endeffekt, ähnlich wie beim Fleischkonsum, die Aufnahme von B12 verhindert [3]. Zu behaupten, dass eine fleischlose Ernährung gleich eine falsche Ernährung ist, ist natürlicher völliger Blödsinn. Ein Beispiel: Man könnte sich täglich nur von Schokolade ernähren. Ja, das wäre vegetarisch. Aber gesund? Auf keinen Fall.

Schlusswort
Wer sich gesund ernährt, sprich viel Obst und Gemüse konsumiert, der dürfte damit auch ausreichend Vitamin B12 zu sich nehmen [3]. Ich persönlich würde aber jedem werdenden Vegetarier oder Veganer empfehlen, in einem ersten Schritt die Einnahme von Vitamin B12 durch Nahrungsergänzungsmitteln sicherzustellen. Es ist durchaus möglich, dass man zuerst denkt «eigentlich ja viel» Gemüse und Obst zu essen, was in Wahrheit eigentlich gar nicht der Fall ist. Analog dazu behaupten viele Fleischesser, sie würden «ja gar nicht so viel» Fleisch essen.  Auskunft darüber, ob man jetzt wirklich genug Vitamin B12 im Körper hat oder nicht, kann im Endeffekt auch nur ein Blutbild geben [6].





[1]: https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine (Stand 31.01.2017)
[2]: http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Vitamin_B12_Mangel (Stand 31.01.2017)
[3]: http://www.vegetarismus.ch/heft/2008-2/vitaminb12.htm (Stand 31.01.2017)
[4]: http://www.swissveg.ch/B12 (Stand 31.01.2017)
[5]: http://www.vitaminb12.de/vegetarier-veganer/ (Stand 31.01.2017)
[6]: http://www.petazwei.de/alles-ueber-vitamin-b12 (Stand 31.01.2017)

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